Brüder-Grimm-Haus - Konzeptentwicklung

Auf der Grundlage einer Bedarfsanalyse von Herrn Prof. Käpplinger und seinem Team von der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt Universität Berlin hat das Bezirksamt Mitte von Berlin 2015 die Entwicklung des Vorderhauses der Turmstraße 75 zum Bildungs- und Kulturzentrum für Moabit beschlossen.

Mit der Abstimmung und Entwicklung eines Nutzungskonzepts wurde die Arbeitsgemeinschaft „Die Baupiloten / Stattbau“ beauftragt. Im Rahmen ihres Beteiligungsverfahrens wurde im April 2016 gemeinsam mit Bürger*innen aus dem Stadtteil und den aktuellen Nutzer*innen eine Zukunftswerkstatt durchgeführt. Im weiteren Verlauf des Beteiligungsprozesses wurden drei Entwurfsszenarien entwickelt und u.a. in einer öffentlichen Beiratssitzung diskutiert. Abgeschlossen wurde das Beteiligungsverfahren mit einer Abstimmung zu den Entwurfsvarianten während eines Tages der offenen Tür im November 2016.

Die Zusammenführung der favorisierten Entwurfsvariante mit den besten Elementen der anderen Szenarien mündete in das als „Kunstklammer mit Agora“ bezeichnete Nutzungskonzept, das in der Dokumentation des Werkstattverfahren vom Juni 2017 wie folgt beschrieben wird:  [Das Nutzungskonzept] „bildet ein sich zum Kiez öffnendes Haus ab, das auch zufällig vorbeigehenden Kiezbewohner einlädt, spontan einzutreten. Im Inneren können sich Besucher*innen schnell im Gebäude orientieren, weil das übersichtlich strukturierte Foyer ein zentrales Leitsystem bietet. Das hohe, offene Foyer befindet sich gut als Eingang erkennbar in der Mitte des Gebäudes. Zusätzlich entsteht im Erdgeschoss ein großer Raum zur temporären Nutzung und im Souterain ein unabhängiger Clubkeller. Das Dach wird zu einer Kunstgalerie mit Ateliers ausgebaut. In den Fluren öffnen sich neue und den Bedürfnissen der Nutzer*innen angepasste Verweilsituationen, in den gewartet aber auch verschiedenen Tätigkeiten nachgegangen werden kann. Durch die Umgestaltung bietet das Haus Raum zum Verweilen, Entdecken, Begegnen, Experimentieren und Spaß haben.“       

Das Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von ca. 17 Mio. € wurde in die Investitionsplanung des Bezirks eigestellt. Vorgesehen ist die Planung der Maßnahme von 2020 (Vorplanung) bis 2022. Für die Bauarbeiten sind gut drei Jahre ab dem Frühjahr 2023 avisiert.