Jugendverkehrsschule

Das Areal der Jugendverkehrsschule (JVS) in der Bremer Straße 10 wurde seit 2013/14 von der Debatte um deren Erhalt kontra Wohnungsneubau geprägt. Den Überlegungen der Schließung der JVS für eine Nachnutzung des Standorts für preiswertes Wohnen (Wohnungsneubau durch eine städtische Gesellschaft) stand das Plädoyer und das Engagement vieler MoabiterInnen und überörtlicher Initiativen zum Erhalt und zur Ertüchtigung der Einrichtung für die wohnortnahe Mobilitätserziehung und als grüner Freiraum gegenüber. 

Im März 2016 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung das Untersuchungsgebiet Bremer Straße als sozialen-ökologischen-pädagogischen Nahraum zu sichern. Die Jugendverkehrsschule stellt ein Projekt des 2019 erarbeiteten Integrierten Entwicklungskonzept (IEK) Nahraum Bremer Straße dar und soll ein modellhafter Ort für urbane Mobilität werden, der sich zum Stadtraum öffnet. Neben der wichtigen Funktion als Schulstandort für die Verkehrseziehung Kinder, soll sich die JVS auch als Ort für Erwachsene rund um Themen der Mobilität entwickeln (z.B. Lastenräder, Carsharing, E-Roller, Reperaturwerkstatt). Um eine Öffnung zum Straßenraum zu garantieren soll ein Platz mithilfe eines Flächentausches entlang der Bugenhagenstraße gebildet werden. Geplant ist weiterhin ein Neubau mit einer BGF von ca. 500 qm als Leuchtturmprojekt für ökologisches Bauen. Der Neubau soll sich über die ganze Breite des Blockes erstrecken und somit den Platz räumlich fassen und ein starkes stadträumliches Gegenüber zur Arminiussmarkthalle schaffen. Auch die Freiflächen sollen klimaangepasst neugestaltet werden sowie auf Hinblick auf die neue thematische Ausrichtung konzeptionell angepasst und erweitert werden. 

Als Verkehrsschule und Nachbarschaftsort für Mobilitätsthemen kann sich die Jugendverkehrsschule in Zukunft neu positionieren und multicodiert genutzt werden.