Seitenbereiche Turmstraße

Eine der zentralen Maßnahmen des Verkehrskonzeptes ist die Umgestaltung der Seitenbereiche Turmstraße. Durch die Erneuerung der Gehwege soll die Aufenthaltsqualität verbessert, die Sicherheit für Fußgänger:innen erhöht und die Geschäftsstraße gestärkt werden.

Verbreiterter Seitenbereich in der Turmstraße
Die Umgestaltung der Seitenbereiche der Turmstraße umfasst die Neugestaltung der Gehwege sowie den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen der Hauptverkehrsstraße.

Verkehrskonzept als Grundlage

Das 2009/2010 unter reger Beteiligung der Moabiter:innen entwickelte Verkehrskonzept für die Turmstraße wird seitdem schrittweise umgesetzt. Ziele des Verkehrskonzeptes sind:

  • Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Geschäftsstraße,
  • Verbesserung der Bedingungen für Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und den ÖPNV,
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Querbarkeit,
  • Verkehrsberuhigung der Nebenstraßen,
  • Sicherung notwendiger Ladezonen.

Als eine der ersten Maßnahmen wurde zwischen der Rathenower Straße und Rostocker Straße auf der Fahrbahn Radangebotsstreifen markiert, wodurch die Fahrspuren für den motorisierten Verkehr von zwei auf eine je Richtung reduziert wurden. Mit der Umgestaltung des Markthallenumfeldes wurde die historische Arminiusmarkthalle besser angebunden. Der Umbau der Lübecker Straße steht noch aus.

 

Mehr Platz für Fußgänger:innen und die Geschäftsstraße – Seitenbereiche Turmstraße

Die Umgestaltung der Seitenbereiche der Turmstraße umfasst die Neugestaltung der Gehwege sowie den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen der Hauptverkehrsstraße. Ziel ist es, die Gehwegbereiche innerhalb der bestehenden Bordverläufe durch eine klare Strukturierung aufzuwerten. Die Gehwege werden entsprechend dem typischen Berliner Straßenbild in Oberstreifen, Gehweg und Unterstreifen gegliedert. Die durchgehenden Gehwege erhalten eine Breite von 2,50 m bis 3,00 m und werden mit Berliner Betonplatten befestigt. Zur optischen Trennung des Gehweges von den gastronomischen Nutzungen im Oberstreifen wird ein Trennstreifen aus Basaltmosaikpflaster eingebaut. Die Gehwegüberfahrten werden mit Kleinpflaster befestigt. Neben einer neuen Pflasterung sind ergänzende Baumpflanzungen und „Grüne Gullys” geplant. Zudem erhalten die Einmündungen der Nebenstraßen Gehwegvorstreckungen und Fahrradabstellanlagen werden ergänzt.

Die Umgestaltung der Seitenbereiche erfolgt in mehreren Abschnitten. Der erste Bauabschnitt Waldstraße bis Otto-/Oldenburger Straße wurde 2016 bis 2017 umgebaut. Anschließend folgte der Umbau des Abschnitts zwischen der Beussel- und der Waldstraße in den Jahren 2018 bis 2019. Aufgrund des Neubaus der Straßenbahn zwischen Hauptbahnhof und U Turmstraße sowie der umstrittenen Vorplanung des Abschnitts U Turmstraße bis U/S Jungfernheide wurde die Umgestaltung der Seitenbereiche östlich der Otto-/Oldenburger Straße zurückgestellt. Schließlich wurde der kleine Abschnitt Otto-/Oldenburger bis Bremer Straße 2024 umgebaut. Aktuell laufen die Planungen für weitere vier Bauabschnitte, der Bau startet voraussichtlich im Februar 2026:

  • Südseite zwischen U-Bahnhof Turmstraße und Stromstraße
  • Südseite zwischen Thusnelda-Allee und östlich der Heilandskirche
  • Südseite zwischen Turmstraße 81 und Thusnelda-Allee 
  • Nordseite zwischen Jonasstraße und Wilhelmshavener Straße

Ab dem Jahr 2027 soll dann noch der Abschnitt vor dem ehemaligen Hertie-Kaufhaus folgen. Die Umgestaltung des Mathilde-Jacob-Platzes vor dem Rathaus Tiergarten wird zudem mit der BVG abgestimmt.

Die Umgestaltung der Seitenbereiche Turmstraße wurde aus dem Programm „Lebendige Zentren“ mit rund 1,35 Millionen Euro (Stand Dezember 2025) gefördert. In den Jahren 2026 und 2027 stehen nochmal 1,0 Millionen Euro für die Umgestaltung zur Verfügung.